Internet Explorer

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Der Internet Explorer ( IE ) ist der Web-Browser von Microsoft. Er wurde 1995 als Konkurrenzprodukt zum Netscape Navigator eingeführt. Der IE holte in puncto Technik und Beliebtheit allmählich den zunächst dominierenden Netscape Navigator ein und übernahm schließlich die Führungsrolle. Wegen der Integration in das Betriebssystem Windows – mit Windows wird automatisch der IE installiert – hat der IE ebenso wie Windows inzwischen eine marktbeherrschende Stellung eingenommen. Ein Großteil der Internet-Surfer greift heute auf diesen Web-Browser zurück.


Die harte und auch gerichtlich geführte Auseinandersetzung zwischen Microsoft und Netscape um die Marktbeherrschung ging als sog. »Browser-Krieg« in die Geschichte ein. Eine (abgeschwächte) Fortsetzung desselben liefert sich Microsoft nunmehr mit dem Browser Firefox von Mozilla.


Wie alle verbreiteten Browser ist auch der Internet Explorer kostenlos zu haben. Er wird, wenn nicht ausgeblendet, regelmäßig über das Windows Update angeboten bzw. kann aus dem Downloadbereich von Microsoft heruntergeladen werden. Im Unterschied zu Konkurrenzprodukten greift der IE tief in das Windows-Betriebssystem ein und nützt dessen Gegebenheiten besonders effizient aus. Welch Wunder, es ist ja die "Hausmarke".


Die Entwicklung des Internet Explorers ist von einer schnellen Versionenfolge geprägt:


Inhaltsverzeichnis

Internet Explorer 1

In der Anfangszeit war diese Version keine ernsthafte Konkurrenz zum Netscape Navigator.


Internet Explorer 2

Der IE 2 wurde Anfang 1996 vorgestellt. Er war schon deutlich leistungsstärker, ihm fehlten aber noch einige wesentliche Eigenschaften des Netscape Navigators.


Internet Explorer 3

Der IE 3 erschien bereits Mitte 1996. Diese Version unterstützte nun Frames, JavaScript sowie Java und schloss dadurch zum Konkurrenten auf. Gleichzeitig implementierte Microsoft als Alternative zu "Java Applets" und "Java Beans" die Technologie "ActiveX".


Internet Explorer 4

Der IE 4 kam 1997 auf den Markt. Zur bisherigen Ausstattung kamen die Channel-Technik (Push) und Trident hinzu sowie eine Variante von dynamischem HTML, mit der Webseiten abhängig von Benutzereingaben und anderen Ereignissen verändert werden konnten. Außerdem der Newsreader Outlook Express News und das E-Mail-Programm Outlook Express Mail, mit dem sich über den Standard S/MIME (einer Erweiterung von MIME) E-Mails verschlüsselt senden ließen.

IE 4 konnte nicht nur als eigenständiges Anwendungsprogramm installiert werden, sondern galt auch als integraler Bestandteil des Windows-Betriebssystem. Diese Maßnahme erhöhte die Verbreitung des Internet Explorers enorm, brachte Microsoft jedoch monopolrechtliche Klagen der konkurrierenden Browser-Hersteller ein, da Windows eine marktbeherrschende Stellung erlangt hatte. Der IE 4 lieferte ein Update für die Benutzeroberfläche (Desktop) von Windows 95 und Windows NT mit, womit man den Desktop von Windows zum Active Desktop umgestalten konnte.


Internet Explorer 5

Der IE 5 aus dem Jahr 1999 wartete im Wesentlichen mit Detailverbesserungen auf und trieb ansonsten die Integration in das Betriebssystem Windows weiter voran. Viele neuere Programme, insbesondere solche von Microsoft (z.B. neuere Versionen von Outlook) benötigen nun zwingend die Installation des IE. Der E-Mail- und News Client hieß jetzt einfach Outlook Express. IE 5 enthielt nicht mehr die Funktionalität von Active Desktop (diese bildet vielmehr ein Leistungsmerkmal der neueren Windows-Versionen).


Internet Explorer 6

Der IE 6 wurde ab Ende des Jahres 2000 ausgeliefert. Er zeichnete sich insgesamt durch eine reichhaltige Funktionalität und gute Arbeitsgeschwindigkeit aus, die Unterstützung der gängigen Webstandards (z.B. CSS und XML) war sauber implementiert.

Grundlegende Änderungen gegenüber der fünften Version gab es aber nur wenige. Dazu gehörten etwa die Erweiterungen und Verbesserungen der Optionen zur Behandlung von Bildern in Webseiten. Ließen sich Bilder bislang nur speichern oder als Hintergrundbild verwenden, konnte man sie jetzt direkt ausdrucken oder per E-Mail verschicken. Der Windows Media Player ist nun direkt in die Menüleiste integriert. Microsoft hat beim IE 6 außerdem die Sicherheitsfunktionen deutlich erweitert. So unterscheidet der Internet Explorer nun zwischen Cookies von der besuchten Seite selbst und solchen von Drittanbietern und kann die beiden Gruppen unterschiedlich behandeln. Weiter unterstützt der IE als gänzlich neues Leistungsmerkmal den P3P-Standard (Platform for Privacy Preferences) des World Wide Web Consortiums. Der IE erlaubt aber keine Plug-ins nach dem Netscape-Standard mehr. Die Einbindung von Hilfsprogrammen ist nur noch über die ActiveX-Controls möglich, die aber keine ausreichende Sicherheit bieten. Eine typische Installation des IE 6 beansprucht etwa 45 MByte Speicherplatz.


Internet Explorer 7

Der IE 7 ist seit Oktober 2006 auf dem Markt. Seit 2004 hatte der IE 6 große Marktanteile an Mozilla Firefox und dergleichen verloren. Der IE 7 war die erste Antwort von Microsoft auf diese Entwicklung.

Mit der Version 7 wurde die Benutzerschnittstelle grundlegend umgebaut und vereinfacht. Erstmals ist die Registernavigation (auch als „Tabbed Browsing“ bekannt) sowie der Aufruf von Umlautdomains von Haus aus möglich. Es lassen sich RSS- sowie Atom-Feeds abonnieren, und die Unterstützung von CSS 2 und PNG-Grafiken mit Alphakanal wurde verbessert. Ein eingebauter Filter soll den Anwender vor Phishing-Angriffen schützen. Über ein ständig präsentes Suchfeld können verschiedene Suchmaschinen direkt genutzt werden. Persönliche Daten (zwischengespeicherte Dateien aus dem Web, gespeicherte Cookies, die Liste der besuchten Seiten, Passwörter und Formulardaten) lassen sich nunmehr auf einen Klick löschen. Neben der Möglichkeit, die Schriftgröße einer Webseite anzupassen, erlaubt Version 7 es, die gesamte Webseite samt Grafiken und Layout-Proportionen über die Zoom-Funktion zu vergrößern. Beim Ausdrucken einer Webseite wird diese automatisch skaliert, so dass sie auf die gedruckte Seite passt. Daneben können weitere Druckoptionen wie Ränder sowie Kopf- und Fußzeilen und die Druckgröße angepasst werden.


Internet Explorer 8

Der Internet Explorer 8 wurde am 19. März 2009 auf den Markt gebracht. Unterschiede zu seinem Vorgänger waren zum Beispiel das Versenden von Daten per E-Mail oder das vereinfachte Nachschlagen einer Adresse durch entsprechende Optionen im Kontextmenü (Schnellinfos). Des weiteren wurde das Wiederherstellen der geöffneten Tabs nach einem Absturz integriert sowie der Phishing-Filter verbessert. Dazu wurde dann noch ein Privat-Modus integriert, welcher bei Aktivierung das (lokale) Speichern von Cookies, Verläufen oder ähnlichen Daten unterdrückt.

Der Internet Explorer 8 ist wohl der letzte Browser, den Microsoft auf Basis des NT-5.1- und 5.2-Kernels für die eigenen 32- und 64-Bit-Betriebssysteme herausbrachte. Künftige Versionen stehen gemäß MS-Ankündigungen nur noch Nutzern mit Windows Vista und Windows 7 (oder höher) zur Verfügung.


Internet Explorer 9 Beta

Als Erscheinungsdatum für den Internet Explorer 9 wird Ende 2010/Anfang 2011 angegeben. Er wird wohl für Windows Vista und Windows 7, aber nicht mehr für Windows XP auf den Markt kommen.

Die bereits veröffentlichten Entwicklerversionen beinhalteten bereits viele der angekündigten Neuerungen. Eine erste Betaversion des Internet Explorer 9 ist am 15. September 2010 erschienen.

Neuerungen

  • ein optimiertes Design
  • Funktion "Angeheftete Websites"
  • Anzeigen und Nachverfolgen von Downloads
  • erweiterte Registerkarten
  • Seite „Neue Registerkarte“
  • Suchfunktionen in der Adressleiste
  • eine Benachrichtigungsleiste
  • einen Add-On-Leistungsratgeber
  • verbesserte Hardwarebeschleunigung
  • bessere Unterstützung von Webstandards wie CSS3 und auch HTML 5
  • bessere Unterstützung von Javascript
  • bessere Unterstützung von HTML5-Video-Tags (im Videoformat H.264)


Wie bei der Nutzung jedweder Beta- oder RC-Versionen einer Software empfiehlt es sich, diese nicht unbedingt als bzw. im Produktivsystem aufzusetzen. Bei größeren Bugs oder bei Ablauf eines Testzeitraumes wären ggf. wichtige Systemabläufe behindert oder sogar bestehende Installationen zerstört.


Internet Explorer 9 Beta – Startseite mit Downloadlink

Das ist neu in Internet Explorer 9

Wie installiere oder deinstalliere ich Internet Explorer 9 Beta ?