Benutzer-Konto: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf jedem PC gibt es Benutzer, beim Windows gibt es standardmäßig immer den Administrator- Account, wenn keine weiteren Accounts angelegt sind.
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Jedes moderne Betriebssystem unterscheidet zwischen '''Benutzer-Konto''' und Administrationskonto. Bei [[Windows XP]], dem derzeit verbreitetsten Heimuser-[[Betriebssystem]]s gibt es standardmäßig nur den Administrator-[[Account]], weiterhin können bei der Installation bis zu 5 zusätzliche Benutzerkonten erstellt werden, allerdings mit Systemadministrator-Rechten.
  
Es gibt zwei verschiedene Arten von Accounts: Administrator Accounts und eingeschränkte Accounts.
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== Administrator für Administration ==
  
Administrator Account: Wenn man sich als Administrator anmeldet, arbeitet man uneingeschränkt am System, was sich sehr gefährlich auswirken kann. Denn im Internet lauern viele Gefahren. Deshalb soll die Zeit, in der man als Administrator arbeitet, immer so kurz wie möglich halten.
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Im Gegensatz zu der gebräuchlichen Art nur das Administratorkonto zu nutzen, ist es empfehlenswert das Administrationskonto nur zur Administration einzusetzen, also zur Verwaltung, der [[Installation]] und Deinstallation von Programmen, sowie für Systemupdates. Für den Rest sollten im Idealfall auch Benutzerrechte ausreichen, dass man unter Windows davon noch weit entfernt ist, zeigen viele aktuelle Spiele sowie Programme, welche sich nicht ohne spezielle Anpassungen am Rechtemanagement von Dateien und Ordnern starten lassen. Weitere typische Symptome sind gehäufte Abstürze, Instabilität, Datenverlust und häufig die Unfähigkeit, Programmeinstellungen zwischen den Programmstarts zu speichern.<br /><br>
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Neben den eben beschriebenen Inkompatibilitäten einiger Programme und vieler Spiele sind weitere Argumente gegen eine hauptsächliche Nutzung der Benutzerkonten mangelhafte Useability bei der Verwendung von Windows XP. Bei Windows [[Vista]], dem Anfang 2007 erscheinenden Nachfolger, hat Microsoft zwar Besserung gelobt, allerdings ist das ein geringer Trost für alle, die seit Windows NT auf weitreichende Unterstützung durch die Programme und Funktionen - die Linux seit langer Zeit in der Hinsicht bietet - schielen.
  
Eingeschränkte Accounts: Eingeschränkte Accounts sind die normalen Benutzer die nicht alles machen dürfen. Daher ist die Arbeit als normaler Benutzer auch nicht ganz so gefährlich fürs System. Was aber nicht bedeutet, das keine weiteren Sicherheitsmechanismen (Antivirus, Firewall) nötig sind. Der Nachteil am eingeschränkten Account ist, dass er nicht alles machen darf und deshalb jedes mal wenn er etwas machen will, das Administrator Rechte braucht, den EDV-Guru bemühen muss oder zu- hause sich als Administrator anmelden muss.
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== Sicherheit ==
  
Aber es gibt noch mehr Probleme: In der Windows Welt ist irgendwie normal geworden, dass viele Programme schlicht und ergreifend Administrator brauchen, um überhaupt zu funktionieren. Das wäre überhaupt nicht nötig.  
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Die tägliche Benutzung von Benutzerkonten mit Administrationsrechten birgt auch enorme Sicherheitsrisiken, denn ein [[Virus]], [[Trojaner]] und andere Schadsoftware kann sich mit genau den gleichen Rechten am System vergreifen und einnisten, die auch der User besitzt. Dadurch geht eine enorme Gefahr, nicht nur für das aktuell angemeldete Benutzerkonto, sondern auch für die restlichen Konten aus. Denn Keylogger und Spyware können sich ohne Einschränkungen zum automatischen Start eintragen und so ständig aktuell ausspionierte, private Daten an Server im Internet übertragen. Weiterhin können Dienste, die z.B. zum Versenden von [[Spammail]]s genutzt werden können, installiert werden.
  
In der Linux Welt ist von jeher die Regel gewesen, dass man normalerweise man mit dem eingeschränkten Account arbeitet. Die Linux-Software hat auch kein Problem damit, ohne Adminsistrator-Rechte ausgeführt zu werden.
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Nur die alleinige Benutzung von Konten mit eingeschränkten Rechten sollte aber nicht davon abhalten, Antiviren-Programme, eine Hardware-Firewall sowie andere Sicherheitssoftware zu verwenden und aktuell zu halten.
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== Linux ==
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Bei Linux ist es schon immer eine der Grundphilosophien gewesen, einem Prozess so viele Rechte wie nötig, und so wenig wie möglich, zu zusprechen. Neben den oben schon genannten Sicherheitsfunktionen darf z.B. nur ein SuperUser, das Adäquat zum Systemadministrator unter Windows, die sicherheitskritischen Ports unter Portnummer|1025 öffnen. Weiterhin ist durch detaillierte Benutzerrechtsvergabe durch Benutzergruppen die Anpassung der Rechte auf einzelne User sehr vereinfacht und bei der weit verbreiteten Linuxdistribution Ubuntu (Kubuntu, Xubuntu) ist auch eine höhere Useability durch Funktionen, wie der Passwortabfrage (für Benutzerkonten mit freigeschalteten SuperUser-Rechten) vor der Freigabe der erweiterten Rechten gegeben. Weiterhin Standard ist unter Linux, dass sich Programme mit Benutzerrechten im Betrieb begnügen,; nur vereinzelt sind für die erste Konfiguration oder besondere Funktionen SuperUser-Rechte von Nöten.
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[[Kategorie:Definitionen (FAQ)]]
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[[Kategorie:Windows XP (FAQ)]]
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[[Kategorie:Windows Vista (FAQ)]]
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[[Kategorie:Überarbeitung benötigt]]

Aktuelle Version vom 20. September 2009, 10:14 Uhr

Jedes moderne Betriebssystem unterscheidet zwischen Benutzer-Konto und Administrationskonto. Bei Windows XP, dem derzeit verbreitetsten Heimuser-Betriebssystems gibt es standardmäßig nur den Administrator-Account, weiterhin können bei der Installation bis zu 5 zusätzliche Benutzerkonten erstellt werden, allerdings mit Systemadministrator-Rechten.

Administrator für Administration

Im Gegensatz zu der gebräuchlichen Art nur das Administratorkonto zu nutzen, ist es empfehlenswert das Administrationskonto nur zur Administration einzusetzen, also zur Verwaltung, der Installation und Deinstallation von Programmen, sowie für Systemupdates. Für den Rest sollten im Idealfall auch Benutzerrechte ausreichen, dass man unter Windows davon noch weit entfernt ist, zeigen viele aktuelle Spiele sowie Programme, welche sich nicht ohne spezielle Anpassungen am Rechtemanagement von Dateien und Ordnern starten lassen. Weitere typische Symptome sind gehäufte Abstürze, Instabilität, Datenverlust und häufig die Unfähigkeit, Programmeinstellungen zwischen den Programmstarts zu speichern.

Neben den eben beschriebenen Inkompatibilitäten einiger Programme und vieler Spiele sind weitere Argumente gegen eine hauptsächliche Nutzung der Benutzerkonten mangelhafte Useability bei der Verwendung von Windows XP. Bei Windows Vista, dem Anfang 2007 erscheinenden Nachfolger, hat Microsoft zwar Besserung gelobt, allerdings ist das ein geringer Trost für alle, die seit Windows NT auf weitreichende Unterstützung durch die Programme und Funktionen - die Linux seit langer Zeit in der Hinsicht bietet - schielen.

Sicherheit

Die tägliche Benutzung von Benutzerkonten mit Administrationsrechten birgt auch enorme Sicherheitsrisiken, denn ein Virus, Trojaner und andere Schadsoftware kann sich mit genau den gleichen Rechten am System vergreifen und einnisten, die auch der User besitzt. Dadurch geht eine enorme Gefahr, nicht nur für das aktuell angemeldete Benutzerkonto, sondern auch für die restlichen Konten aus. Denn Keylogger und Spyware können sich ohne Einschränkungen zum automatischen Start eintragen und so ständig aktuell ausspionierte, private Daten an Server im Internet übertragen. Weiterhin können Dienste, die z.B. zum Versenden von Spammails genutzt werden können, installiert werden.

Nur die alleinige Benutzung von Konten mit eingeschränkten Rechten sollte aber nicht davon abhalten, Antiviren-Programme, eine Hardware-Firewall sowie andere Sicherheitssoftware zu verwenden und aktuell zu halten.

Linux

Bei Linux ist es schon immer eine der Grundphilosophien gewesen, einem Prozess so viele Rechte wie nötig, und so wenig wie möglich, zu zusprechen. Neben den oben schon genannten Sicherheitsfunktionen darf z.B. nur ein SuperUser, das Adäquat zum Systemadministrator unter Windows, die sicherheitskritischen Ports unter Portnummer|1025 öffnen. Weiterhin ist durch detaillierte Benutzerrechtsvergabe durch Benutzergruppen die Anpassung der Rechte auf einzelne User sehr vereinfacht und bei der weit verbreiteten Linuxdistribution Ubuntu (Kubuntu, Xubuntu) ist auch eine höhere Useability durch Funktionen, wie der Passwortabfrage (für Benutzerkonten mit freigeschalteten SuperUser-Rechten) vor der Freigabe der erweiterten Rechten gegeben. Weiterhin Standard ist unter Linux, dass sich Programme mit Benutzerrechten im Betrieb begnügen,; nur vereinzelt sind für die erste Konfiguration oder besondere Funktionen SuperUser-Rechte von Nöten.