Dpi: Unterschied zwischen den Versionen

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dpi (dots per inch) gibt an, wie viele Farbpunkte z.B. ein Drucker bei einem Ausdruck auf der Länge von einem Inch (2,54 cm) druckt.
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'''dpi''' (dots per inch oder auch Punkte pro Zoll) gibt an, wie viele Farbpunkte z.B. ein [[Drucker]] bei einem Ausdruck auf der Länge von einem Inch (2,54 cm) druckt.
  
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Bei einem [[Scanner]] entspricht die Angabe der Anzahl der Pixel, die auf einem Inch<sup>2</sup> (Square-Inch) großen Bereich abgetastet werden können.
  
Bei einem Scanner entspricht die Angabe der Anzahl der Pixel, die auf einem Inch<sup>2</sup> großen Bereich abgetastet werden können.
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Die angegebene Auflösung in dpi bezeichnet die Anzahl an Tintentropfen, die der Druckkopf in einer Druckzeile im günstigsten Fall auf einer Länge von 2,54 cm anbringen kann.
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Da ein Drucker aber nicht nur von links nach rechts, sondern auch von oben nach unten (horizontale Bewegung des Druckkopfs sowie vertikaler Papiervorschub) druckt, werden normalerweise zwei Werte angegeben: Zum einen die horizontale und zum anderen die vertikale Auflösung. Die vertikale Auflösung eines Druckers hängt wiederum von der Anordnung der Düsen des Druckkopfes sowie der Präzision und Feinheit des Papiervorschubes ab.
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Bei identischer Auflösung für beide Druckrichtungen wird meistens nur ein  Dpi-Wert angegeben. Noch öfter verzichten die Werbestrategen indes einfach auf die zweite, niedrigere Angabe der Auflösung.
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Wirbt ein Hersteller nun beispielsweise mit einer Auflösung von 1.440 x 720 dpi, dann bezeichnet dies nur die theoretisch bestmöglich erreichbare Druckauflösung. So bedeutet 1.440 x 720 dpi, dass rein rechnerisch auf einer Fläche von einem Quadratinch (2,54 cm x 2,54 cm) 1.400 x 720 Punkte, also 1.036.800 Tintentropfen, positioniert werden können.  
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Theorie und Praxis weichen in der Regel immer voneinander ab. Selbst wenn einzelne Tintentröpfchen aus einer minimalen Tintenmenge von nur drei Picolitern bestehen, ergibt sich hieraus immer noch ohne weiteres ein Druckpunkt mit einem Durchmesser von ca. 0,03 Millimetern. Auf einen Zoll passen dann aber nur maximal 846 Punkte – also nicht einmal 720.000 Punkte pro Quadratinch.
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Der Druckkopf kann zwar theoretisch, und bei hochwertigen Geräten sogar ggf. auch praktisch, reichlich einzelne Tropfen bei der Bewegung über einen Quadratinch Papier abgeben, aber sauber getrennt auf dem Papier darstellbar sind nur wesentlich weniger Punkte.
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Dieser Effekt ist u.a. extrem abhängig vom verwendeten Papier oder Druckmedium. Auf saugstarkem Normalpapier mit rauherer Oberfläche ergeben sich immer gröbere Druckpunkte als auf (wesentlich teureren) beschichteten, besonders glatten Spezialpapiersorten. Auffällig hohe Auflösungsangaben der Hersteller wie 2.400 x 1.200 dpi oder 2.440 x 720 dpi sind also mit Skepsis zu bewerten, da die entsprechenden genannten Voraussetzungen dafür vorhanden sein müssen. Dies treibt dann natürlich, aufgrund der Verwendung von hochwertigerem Papier und dem Mehrverbrauch an Tinte, den Preis pro erstellter Seite nach oben.
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Da ein gedruckter Punkt auf dem Papier (mehr oder weniger) rund ist, würden einfach nebeneinander gedruckte Punkte Zwischenräume mit weißen Flächen hinterlassen und gerade bei Flächenfüllungen würde sich dieses störend auswirken. Daher müssen die Druckpunkte hier sowieso überlappen, d.h. der Drucker muss mehr Tropfen abgeben als auf dem Papier trennbar darstellbar sind.
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Die angegebene maximale Druckauflösung bestimmt automatisch die höchste Feinheit des Rasters, welches für die Darstellung von Mischfarben berechnet und ausgegeben wird.
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Druckt man beispielsweise eine Grafikdatei mit einer Bildauflösung von z.B. 150 Bildpunkten pro Zoll auf einem 300- und einem 1.200-dpi-Drucker aus, erhält man beim 1.200-dpi-Druck in der Regel nicht nur feinere Konturen, sondern vor allem auch eine mit weicheren, fließenden Farbübergängen versehene Farbdarstellung. Mit dem aus 1.200 Punkten pro Zoll bestehenden feineren Raster werden die Farben für die einzelnen Bildpunkte der Grafik ganz simpel aus mehr Druckpunkten zusammengesetzt als beim 300-dpi-Raster. Rein rechnerisch wäre das 1.200-dpi-Raster im Beispiel vier mal feiner.
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Für den Grafikdruck werden also 16 mal mehr Druckpunkte erzeugt, obwohl die Bilddatei "nur 150 Bildpunkte pro Inch enthält. Ein 300-dpi-Raster (der 300-dpi-Druck) reicht vielleicht noch aus, um im Bild enthaltenen klaren Konturen und grobe Elemente in den Grundfarben Zyan, Magenta, Gelb oder Schwarz sauber wiederzugeben. Dort wo das Bild aber Farbverläufe und feine Details in komplexen Mischfarben enthält, bringt der Druck mit 1.200 dpi normalerweise ganz automatisch sichtbar mehr Details heraus.
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[[Kategorie:Kategorie zu klären]]

Aktuelle Version vom 23. September 2008, 21:04 Uhr

dpi (dots per inch oder auch Punkte pro Zoll) gibt an, wie viele Farbpunkte z.B. ein Drucker bei einem Ausdruck auf der Länge von einem Inch (2,54 cm) druckt.

Bei einem Scanner entspricht die Angabe der Anzahl der Pixel, die auf einem Inch2 (Square-Inch) großen Bereich abgetastet werden können.

Erläuterung :

Die angegebene Auflösung in dpi bezeichnet die Anzahl an Tintentropfen, die der Druckkopf in einer Druckzeile im günstigsten Fall auf einer Länge von 2,54 cm anbringen kann.

Da ein Drucker aber nicht nur von links nach rechts, sondern auch von oben nach unten (horizontale Bewegung des Druckkopfs sowie vertikaler Papiervorschub) druckt, werden normalerweise zwei Werte angegeben: Zum einen die horizontale und zum anderen die vertikale Auflösung. Die vertikale Auflösung eines Druckers hängt wiederum von der Anordnung der Düsen des Druckkopfes sowie der Präzision und Feinheit des Papiervorschubes ab.

Bei identischer Auflösung für beide Druckrichtungen wird meistens nur ein Dpi-Wert angegeben. Noch öfter verzichten die Werbestrategen indes einfach auf die zweite, niedrigere Angabe der Auflösung.

Wirbt ein Hersteller nun beispielsweise mit einer Auflösung von 1.440 x 720 dpi, dann bezeichnet dies nur die theoretisch bestmöglich erreichbare Druckauflösung. So bedeutet 1.440 x 720 dpi, dass rein rechnerisch auf einer Fläche von einem Quadratinch (2,54 cm x 2,54 cm) 1.400 x 720 Punkte, also 1.036.800 Tintentropfen, positioniert werden können.

Theorie und Praxis weichen in der Regel immer voneinander ab. Selbst wenn einzelne Tintentröpfchen aus einer minimalen Tintenmenge von nur drei Picolitern bestehen, ergibt sich hieraus immer noch ohne weiteres ein Druckpunkt mit einem Durchmesser von ca. 0,03 Millimetern. Auf einen Zoll passen dann aber nur maximal 846 Punkte – also nicht einmal 720.000 Punkte pro Quadratinch.

Der Druckkopf kann zwar theoretisch, und bei hochwertigen Geräten sogar ggf. auch praktisch, reichlich einzelne Tropfen bei der Bewegung über einen Quadratinch Papier abgeben, aber sauber getrennt auf dem Papier darstellbar sind nur wesentlich weniger Punkte.

Dieser Effekt ist u.a. extrem abhängig vom verwendeten Papier oder Druckmedium. Auf saugstarkem Normalpapier mit rauherer Oberfläche ergeben sich immer gröbere Druckpunkte als auf (wesentlich teureren) beschichteten, besonders glatten Spezialpapiersorten. Auffällig hohe Auflösungsangaben der Hersteller wie 2.400 x 1.200 dpi oder 2.440 x 720 dpi sind also mit Skepsis zu bewerten, da die entsprechenden genannten Voraussetzungen dafür vorhanden sein müssen. Dies treibt dann natürlich, aufgrund der Verwendung von hochwertigerem Papier und dem Mehrverbrauch an Tinte, den Preis pro erstellter Seite nach oben.

Da ein gedruckter Punkt auf dem Papier (mehr oder weniger) rund ist, würden einfach nebeneinander gedruckte Punkte Zwischenräume mit weißen Flächen hinterlassen und gerade bei Flächenfüllungen würde sich dieses störend auswirken. Daher müssen die Druckpunkte hier sowieso überlappen, d.h. der Drucker muss mehr Tropfen abgeben als auf dem Papier trennbar darstellbar sind.

Die angegebene maximale Druckauflösung bestimmt automatisch die höchste Feinheit des Rasters, welches für die Darstellung von Mischfarben berechnet und ausgegeben wird.

Druckt man beispielsweise eine Grafikdatei mit einer Bildauflösung von z.B. 150 Bildpunkten pro Zoll auf einem 300- und einem 1.200-dpi-Drucker aus, erhält man beim 1.200-dpi-Druck in der Regel nicht nur feinere Konturen, sondern vor allem auch eine mit weicheren, fließenden Farbübergängen versehene Farbdarstellung. Mit dem aus 1.200 Punkten pro Zoll bestehenden feineren Raster werden die Farben für die einzelnen Bildpunkte der Grafik ganz simpel aus mehr Druckpunkten zusammengesetzt als beim 300-dpi-Raster. Rein rechnerisch wäre das 1.200-dpi-Raster im Beispiel vier mal feiner.

Für den Grafikdruck werden also 16 mal mehr Druckpunkte erzeugt, obwohl die Bilddatei "nur 150 Bildpunkte pro Inch enthält. Ein 300-dpi-Raster (der 300-dpi-Druck) reicht vielleicht noch aus, um im Bild enthaltenen klaren Konturen und grobe Elemente in den Grundfarben Zyan, Magenta, Gelb oder Schwarz sauber wiederzugeben. Dort wo das Bild aber Farbverläufe und feine Details in komplexen Mischfarben enthält, bringt der Druck mit 1.200 dpi normalerweise ganz automatisch sichtbar mehr Details heraus.