Lizenzformen

aus WB Wiki; freien Wissensdatenbank rund ums Thema Computer
Version vom 27. Februar 2010, 11:27 Uhr von Dirk (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beim Kauf einer Software wird immer lediglich eine Lizenz erworben, dies bedeutet: Es wurde das eingeschränkte Recht zur Nutzung der Software erworben, die es dem User erlaubt, die Software auf einem (ggf. auch mehreren) Computern zu installieren und entsprechend den Lizenbedingungen zu verwenden.

Einzellizenz / Einzelplatzlizenz

Die jeweilige Einzellizenz darf nur auf einem Arbeitsplatzrechner installiert werden. Soll das Produkt auf mehreren Rechnern laufen, müssen auch mehrere Lizenzen erworben werden. Dies bedeutet, dass wenn beispielsweise ein Microsoft Office-Paket auf 2 oder mehr Rechnern gleichzeitig eingesetzt werden soll, muss man auch die entsprechende Anzahl von Lizenzen erwerben.

Nachstehend auszugsweise ein Zitat aus der EULA von Windows Vista:

 VISTA EULA 
 1. ÜBERBLICK 
 a. Software. 
 Die Software umfasst Desktop-Betriebssystemsoftware. Diese Software umfasst keine Windows Live-Dienste. Windows Live ist ein  
 Dienst, der von Microsoft unter einem gesonderten Vertrag erhältlich ist. 
 b. Lizenzmodell. 
 Die Software wird auf der Basis pro Kopie pro Gerät lizenziert. 
 c. Editionsspezifische Rechte. 
 Lizenzbestimmungen, die für bestimmte Editionen der Software gelten, finden Sie im Abschnitt „Zusätzliche Lizenzbestimmungen“ am  
 Ende dieses Vertrags. 
 
 2. Rechte zur Installation und Nutzung. 
 Die Softwarelizenz wird dauerhaft dem Gerät zugewiesen, mit dem Sie die Software erworben haben. Dieses Gerät ist das  
 „lizenzierte Gerät“. Eine Hardwarepartition oder ein Blade wird als separates Gerät betrachtet. 
 a. Lizenziertes Gerät. 
 Sie sind berechtigt, eine Kopie der Software auf dem lizenzierten Gerät zu installieren. Sie sind berechtigt, die 
 Software auf bis zu zwei Prozessoren auf dem jeweiligen Gerät gleichzeitig zu verwenden. Sie sind nicht berechtigt, die Software 
 auf einem anderen Gerät zu verwenden. 
 b. Anzahl von Nutzern. 
 Sofern in den Abschnitten „Geräteverbindungen“ (alle Editionen), „Remotezugriffstechnologien“ (Home Basic Edition und Home  
 Premium Edition) und „Andere Zugriffstechnologien“ (Ultimate Edition) weiter unten nichts anderes bestimmt wird, ist nur jeweils 
 ein Nutzer berechtigt, die Software zu verwenden. 
 c. Alternative Versionen. 
 Möglicherweise enthält die Software mehr als eine Version, wie z. B. 32-Bit und 64-Bit. Sie dürfen jeweils nur eine Version 
 verwenden. Wenn der Hersteller oder das Installationsunternehmen Ihnen die einmalige Möglichkeit zur Auswahl zwischen 
 Sprachversionen zur Verfügung stellt, dürfen Sie nur die eine von Ihnen ausgewählte Sprachversion verwenden.

Campus-Lizenz

Eine Campus-Lizenz entspricht der Educational Version (Schüler-/LehrerLizenz) und bezeichnet eine Lizenz für alle Systeme der Universität und für beliebig viele gleichzeitige Nutzer auf jedem System.

Schüler-/Lehrerlizenz, EDU, Educational, - Schulversion (Educational Version)

Bei dieser Lizenz handelt es sich um Software, welche der Hersteller speziell für Schulen, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Lehrer, Studenten und Schüler anbietet. Es handelt sich zumeist um Versionen der Software, die gegen Nachweis der Berechtigung zu einem günstigeren Preis abgegeben wird.

Floating- oder Netz-Lizenz

Bei einer Floating-Lizenz handelt es sich um eine Lizenz, bei der die Firma/der Kunde pauschal für das Netz eine Nutzungslizenz für eine Software abgeschlossen hat, die die gleichzeitige Nutzung dieser Software durch eine bestimmte Anzahl von Benutzern erlaubt. Die Nutzung kann dabei von einem beliebigen Rechner im Netz erfolgen, sofern die Software für diese Plattform verfügbar ist. Im Netz arbeitet ein License-Manager, der die Anzahl der momentan benutzten Lizenzen überwacht.

OEM - Original Equipment Manufacturer

Diese Lizenzform ist eigentlich nur für Hersteller von PCs und sonstigen Hardware- bzw. Software-Komponenten gedacht.

Um nicht nur ein paar zusammengesteckte Platinen, Laufwerke und Kabel auszuliefern, liefern PC-Hersteller wichtige Software-Produkte meist vorinstalliert direkt mit dem Computer aus. Dies kann beispielsweise das Windows-Betriebssystem, ein Office-Paket oder eine Brenn-Software sein.

Aufgrund der hohen einzukaufenden Stückzahlen und der niedrigen Verkaufspreise seiner Gesamtsysteme kann kein PC Hersteller den vollen (Laden-) Kaufpreis für die mitgelieferte Software bezahlen. Hier helfen die Software-Hersteller aus und bieten so genannte OEM-Versionen ihrer Produkte an. Dabei handelt es sich in der Regel um Software-Versionen die in ihrem Funktionsumfang eingeschränkt sind (z.B. Brenn- oder Bildbearbeitungssoftware die nur mit einem bestimmten Brenner oder Drucker funktioniert). Häufig sind OEM-Versionen mit integrierten Upgrade-Angeboten versehen, um den Nutzer die Funktionen der Vollversionen anzupreisen und dadurch zusätzliche Umsätze zu erzielen.

Normalerweise wird seitens der Software Hersteller für OEM Versionen kein Support geleistet. Diese Support-Aufgaben werden in der Regel dem Hardware-Hersteller, welcher das komplette System ausgeliefert hat, überlassen.

Bei zum Verkauf angebotenen OEM-Versionen, empfiehlt es sich genau darauf zu achten, dass die Software auch wirklich mit der eigenen Hardware zusammenarbeitet.

VLP oder MLP (Volumenlizenzprogramm oder Multilizenzprogramm)

Volumen- oder Multi-Produkt-Lizenzen sind für (Firmen-)Kunden gedacht, die eine größere Menge an Software Lizenzen für sich selbst erwerben. Erwirbt ein großes Unternehmen für mehrere tausend Computer eine Software, erhält dieses aufgrund der hohen Stückzahl einen Preisnachlass. Darüber hinaus hat das Unternehmen besondere Support-Anforderungen (z.B. Installation und Wartung über einen Server) die direkt vom Hersteller oder einem entsprechenden Partner durchgeführt werden.

Microsoft Volumenlizenzprogramme

Durch den Erwerb von Volumenlizenzen wird es leichter und kostengünstiger Software auf mehreren Computern innerhalb eines Unternehmens laufen zu lassen.

Durch den Erwerb von Softwarelizenzen in einem Microsoft Volumenlizenzprogramm zahlt man nur für die Softwarelizenz. Software in einem Einzelhandelspaket hingegen beinhaltet u.a. Medien (CD-ROM oder DVD) und einen Nutzerleitfaden. Der Erwerb von Volumenlizenzen ohne die Kosten für diese Paketbestandteile verringert oft die Kosten und bietet an Kundenbedürfnisse angepasste Lizenzoptionen sowie verbessertes Softwaremanagement. Abhängig vom gewählten Volumenlizenzprogramm erhält der Kunde Medien oder hat die Option auf Medien oder kann Medien (oder zusätzliche Medien) sowie Dokumentation und Produktsupport separat nach Bedarf erwerben.

Freeware und Co.

Eine bekannte Lizenz ist "Freeware". Damit berechtigt der Entwickler den Nutzer, die Software unentgeltlich nutzen zu können. Meist darf in Verbindung mit "Freeware" die Software über andere Kanäle weiterverbreitet werden.

Eine weitere, bekannte Lizenz ist "Für privaten Gebrauch kostenlos". Das bedeutet, dass Benutzer ein Programm im privaten Umfeld - auf dem heimischen Computer - die Software unentgeltlich nutzen können. Sofern aber in irgendeiner Form damit Geld verdient wird, ist die Nutzung nicht mehr kostenlos und muss bezahlt werden. Es muss nicht direkt mit dem Programm Geld verdient werden, damit eine Nutzungsgebühr fällig wird; es reicht, wenn in dem Herstellprozess das Programm eingesetzt wird und somit mit dessen Hilfe Geld verdient wird.

Eine ganz andere Lizenzart ist "Open Source". Hierbei darf der Benutzer der Software nicht nur die Software unentgeltlich nutzen, sondern auch verändern (im Gegensatz zu "Closed Source"). Dies darf er allerdings nur, wenn er danach den Quellcode öffentlich zugänglich macht und somit andere Entwickler wieder an seiner Fassung weiterarbeiten können.

Daneben gibt es noch:

Auszugsweise Abwandlungen/Spielformen der Freeware: